Tagung Siedlungsabfallwirtschaft Magdeburg

20. und 21. September 2017

2. Tagung Siedlungsabfallwirtschaft 1997
"Komplexe Entsorgungsgebiete"


1996 hatte das Institut für Förder- und Baumaschinentechnik, Stahlbau, Logistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erstmalig zum Thema Siedlungsabfallwirtschaft nach Magdeburg eingeladen. Die große Resonanz im letzten Jahr hat gezeigt, dass eine Vielzahl von Problemen in diesem Bereich ungenügend geklärt sind und immenser Handlungsbedarf für die Zukunft besteht. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung gemeinsam mit dem Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt organisiert. Die Eröffnungsrede zu den abfallpolitischen Intentionen des Landes hielt der Staatssekretär Wolfram König.
Während anlässlich der Premierenveranstaltung 1996 zahlreiche und verschiedenartigste Aspekte der Abfallwirtschaft das Tagungsprogramm prägten, wurde der Umfang in diesem Jahr zugunsten einer intensiveren Auseinandersetzung mit den gewählten Themenkreisen eingegrenzt und auf aktuelle, brennende Probleme beschränkt. Die Veranstaltung 1997 stand unter der Überschrift „Komplexe Entsorgungsgebiete“.



Die Zeiten der direkten Zuordnung einer Stadt oder eines Landkreises zur "orts- oder kreiseigenen" Deponie werden bald der Vergangenheit angehören. Schon jetzt schließen viele der alten Deponien, die Anforderungen an die Ablagerung von Siedlungsabfällen steigen. Bis zum Jahr 2005 wird sich die Zahl der Deponien noch einmal drastisch verringern. Für den Regierungsbezirk Magdeburg sind zukünftig nur drei Deponieentsorgungsräume und maximal eine thermische Abfallbehandlungsanlage geplant. Abfälle müssen dann über weite Strecken transportiert werden. In einigen Städten und Landkreisen vor allem in den alten Bundesländern aber auch in Sachsen-Anhalt ist das bereits jetzt gängige Praxis. Viele Landkreise haben sich bereits zu Zweckgemeinschaften zusammengeschlossen, um die Entsorgungsprobleme besser lösen zu können.
Die Tagung ging zielgerichtet sowohl auf rechtliche und organisatorische als auch auf logistische und technische Aspekte bei der Einführung zentraler Abfallbehandlungsanlagen unter Einbeziehung mehrerer Landkreise bzw. Abfallzweckverbände ein und berichtete über vorhandene Erfahrungen.
Programmschwerpunkte waren:

  • Umweltpolitische Grundsätze der Siedlungsabfallwirtschaft
  • Tendenzen der Abfallvorbehandlung
  • Organisation und Strukturierung kommunaler Abfallwirtschaftsbetriebe
  • Organisation und Koordinierung in komplexen Entsorgungsgebieten
  • Logistikanforderungen und -lösungen in komplexen Entsorgungsgebieten
  • Technische und organisatorische Beispiele und Lösungen


22 Referenten und über 100 Zuhörer von kommunalen und privatwirtschaftlich betriebenen Abfallwirtschaftsunternehmen, Behörden, Forschungseinrichtungen, Ingenieurbüros und Technikherstellern nahmen an der Veranstaltung teil.

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Ansprechpartner: Hartwig Haase | Letzte Änderung: 2013-06-12