Tagung Siedlungsabfallwirtschaft Magdeburg

20. und 21. September 2017

8. Tagung Siedlungsabfallwirtschaft 2003
"Waste - wer, wie viel, wohin"


Traditionell trafen sich auf Einladung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt und des Institutes für Förder- und Baumaschinentechnik, Stahlbau, Logistik die Abfallwirtschaftler des Landes zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch. Die mittlerweile 8. Fachtagung stand unter dem Motto „Waste - wer, wie viel, wohin“.
Diese Überschrift stellt auf die Tatsache ab, dass sich nicht nur im Bundesland Sachsen-Anhalt die Entsorgungsstrukturen zum Jahr 2005 durch das Wirksamwerden der Technischen Anleitung Siedlungsabfall grundlegend ändern. Allerdings sind die jungen Bundesländer von den veränderten Modalitäten besonders betroffen, da die Deponie als Senke der Entsorgungskette momentan noch eindeutig dominiert und bisher so gut wie keine alternativen Behandlungskapazitäten existieren. Der ordnungsgemäße Abschluss und die Organisation der Nachsorge vieler Deponien, die größer werdenden Distanzen zum Entsorgungsstandort und die allgegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen stellen weitere Anforderungen an die Verantwortlichen in den Abfallwirtschaftsbetrieben und den anderen Unternehmen der Branche sowie an die Behörden.
Vor diesem Hintergrund eröffnete der Rektor der Universität, Magnifizenz Prof. Klaus Erich Pollmann diese wissenschaftliche Veranstaltung. Aus dem In- und Ausland waren mehr als 130 Gäste angereist, so dass der zunehmend internationale und überregionale Charakter der Tagung weiter ausgeprägt wurde, der sich nicht zuletzt auch anhand der Referentenliste nachweisen lässt.
Dass das Motto der Veranstaltung nicht nur ein Wortspiel darstellt, ergibt sich ein Blick auf das umfangreiche Tagungsprogramm:
Am ersten Tag standen unter den Begriffen WARUM, WIE LANGE NOCH und WER die Komplexe

  • Verantwortung und Abfallwirtschaft
  • Deponieabschluss und -nachsorge
  • Angebote aus Industrie und Dienstleistung


auf der Tagesordnung. Dabei richtete sich der Fokus beispielsweise auf die aktuelle Situation der Siedlungsabfallwirtschaft in Deutschland - hier konnte zum wiederholten Male Herr Dr. Schnurer vom Bundesministerium Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit als Referent gewonnen werden -, auf den Zusammenhang von Verantwortung und Abfallwirtschaft sowie die Darstellung verschiedener Beispiellösungen für Deponieschließungskonzepte. Im dritten Teil des ersten Veranstaltungstages erhielten einerseits Firmen die Gelegenheit, über Innovationen ihrer Unternehmen zu berichten, und andererseits präsentierten die Studenten des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen Logistik interessante Ergebnisse ihrer Projektarbeiten aus der LogistikWerkstatt „Transportvarianten“.
Um für den zweiten Tag den Kopf frei zu bekommen und abseits des wissenschaftlichen Podiums miteinander in den Erfahrungsaustausch treten sowie neue Kontakte knüpfen zu können, wurde den Tagungsteilnehmern am Nachmittag, abhängig von der persönlichen Interessenlage, Gelegenheit gegeben, entweder die Baustelle des Müllheizkraftwerkes Rothensee (MHKW) zu besichtigen oder das Sanierungsvorhaben Kaserne Mark kennen zu lernen. Der Abend stand danach ganz im Zeichen eines Historienspektakels, zu dem als prominenter Gast Otto von Guericke erschien.
Der zweite Veranstaltungstag wurde durch die Fragen WOHIN, WIE VIEL und WOMIT bestimmt. Dahinter verbargen sich die Schwerpunkte

 

  •  Entsorgungssituation in Sachsen-Anhalt
  • Abfallwirtschaft und Kosten sowie
  • Logistiklösungen für 2005.


Zum ersten Schwerpunkt berichteten verschiedene Anlagenbetreiber im Anschluß an die Ausführungen von MR Seida vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, der zum Stand der Ausschreibungsverfahren und der Novellierung des Landesabfallgesetzes Stellung bezog, über ihre Konzepte zur Entwicklung resp. Gewährleistung der Restabfallentsorgung im Bundesland Sachsen-Anhalt. Die sich anschließende Podiumsdiskussion war gekennzeichnet durch konstruktive aber teilweise auch recht kontrovers gestaltete Meinungsäußerungen. Durch die
Beiträge im zweiten Block wurde danach aufgezeigt, dass zunehmend betriebswirtschaftliche Aspekte in die abfallwirtschaftlichen Betrachtungen Eingang gefunden haben bzw. finden müssen. Im Mittelpunkt des letzten Tagungsblockes standen dann Beispiele, wie aus ökologieorientierter Sicht Transportleistungen beurteilt und nachhaltige Verkehrskonzepte erfolgreich umgesetzt werden können.
Zur Fachtagung 2003 ist ein Begleitband erschienen, der die wissenschaftlichen Beiträge dokumentiert. Unter der ISBN-Nummer 3-930385-44-9 kann diese Publikation vom LOGiSCH-Verlag bezogen oder über den örtlichen Buchhandel erworben werden.

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Ansprechpartner: Hartwig Haase | Letzte Änderung: 2013-06-18